Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Aktiv Gesundheit fördern - Seminareinheit Streß und Streßbewältigung

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Heiner Vogel, Ulrike Worringen, Rudolph Friedrich Wagner, Heike Schäfer

herausgegeben vom Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Rehabilitationswissenschaftliche Abteilung

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das Programm "Streß und Streßbewältigung" wird durchgeführt im Rahmen des Gesundheitsprogramms "Aktiv Gesundheit fördern" des Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) und richtet sich ausdrücklich an alle Rehabilitanden der stationären Rehabilitation. Ziel ist es, die Teilnehmer für eigene Stressbelastungen zu sensibilisieren und die Reflektions des eigenen Anspruchsverhaltens sowie eine Verhaltensänderung anzuregen. Thematisiert werden dazu u.a. der Umgang mit Streß, individuelle Stressoren, Erleichterungs- sowie Streßreduktions- und Bewältigungstechniken. Die Unterrichtseinheit wird in 60-90 Minuten durchgeführt und ist für eine Gruppe von 12 bis 15 Teilnehmern konzipiert.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) (Hrsg.) (2000). Aktiv Gesundheit fördern. Gesundheitsbildungsprogramm der Rentenversicherung für die medizinische Rehabilitation (S. 413-490). Stuttgart: Schattauer.
ISBN 3-7945-2092-0 (vergriffen)

Download auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

k.A.

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

  1. Auflage 2000

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • indikationsübergreifend

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Streß

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

k.A.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

alle Rehabilitanden

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

12 bis max. 15 Teilnehmer

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

1 Einheit (die bei Bedarf auf 2 Sitzungen aufgeteilt werden kann)

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

60-90 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

k.A.

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

Baustein 1: Vorstellung
Baustein 2: Definition von Streß
Baustein 3: Ebenen der Streßreaktion
Baustein 4: Situationsbewertungen
Baustein 5: Langfristige Auswirkungen von Streß
Baustein 6: Individuelles Erleben von Streß
Baustein 7: Streß und Anspruchsniveau
Baustein 8: Streß und Gesellschaft
Baustein 9: Streßbewältigungsstrategien
Baustein 10: Ausgleichende Aktivitäten und Erholung
Baustein 11: Umgang mit Genuss
Baustein 12: Positive Selbstgespräche
Baustein 13: Systematisches Problemlösen
Baustein 14: Angebote während und nach der Reha

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Zu jedem Thema werden konkrete Lernziele formuliert.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Kleingruppenarbeit
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

beides

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

hoch

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

gering

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Das Seminar ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert und weitgehend flexibel zu handhaben. Die meisten Bausteine enthalten optionale Unterrichtsschritte, die je nach Schwerpunktsetzung ausgelassen werden können.

Je nach den Bedürfnissen der Gruppe ist auch eine Zweiteilung in einen ersten, verpflichtenden und einen zweiten, freiwillig vertiefenden Teil möglich.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

Das Modul soll die Patienten zur Teilnahme und Vertiefung der Thematik in nachfolgenden Kursen und Interventionen motivieren. Das Manual macht konkrete Vorschläge für anknüpfende Maßnahmen.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

k.A.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

k.A.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Methoden zur kurz- und langfristigen Stressbewältigung, an sich selbst addressierter Brief mit konkreten Handlungsabsichten

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

k.A.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Das Programm sollte zu Beginn der Rehabilitation angeboten werden, damit im Anschluss die Gelegenheit zur Teilnahme an weiteren Gruppenangeboten besteht.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Referenten / Moderatoren aus Gesundheitsberufen (z.B. Diplom-Psychologe, Sozialpädagoge, Arzt, Sozialarbeiter, Diätassistent)

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

k.A.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Praktische Erfahrungen mit Gruppenarbeit.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

CD-ROM mit Folien, Leitfäden und Arbeitsblättern
Weitere Materialien zum Download auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k.A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Overheadprojektor, Flipchart, Briefbögen, Briefumschläge, Stifte

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Quelle

Ströbl, V. & Reusch, A. (2005). Motivation zu gesundheitlichem Handeln bei Patienten in der stationären Rehabilitation. Abschlussbericht. Würzburg: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Psychologie. Verfügbar über das Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung

Beteiligte

Deegenberklinik, Bad Kissingen Rehaklinik Am Kurpark, Bad Kissingen Saale-Klinik im Rehazentrum der BfA, Bad Kissingen

Kontext

multizentrische Studie

Evaluationsart

summative Evaluation

Design

kontrollierte Studie

Stichprobe

  • N=753 Patienten, von denen Daten zu allen 4 Messzeitpunkten vorliegen (Studienteilnehmer t0: N=1266). Mit dieser Stichprobe wurden die Datenauswertungen durchgeführt.
  • Alter: M=49 Jahre, SD=7,7 Jahre
  • 52% männlich
  • Patienten mit orthopädischen Erkrankungen (54%), Diabetes mellitus (28%) und Herzkreislauferkrankungen (9%) in der stationären Rehabilitation.

Kontrollgruppe

Interventionsgruppe (IG): Rehabilitation mit fünfstündiger Gesundheitsbildung zu den Themen Schutzfaktoren, Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Umsetzung im Alltag (Programm zusammengestellt auf Basis des Gesundheitsbildungsprogramms "Aktiv Gesundheit fördern"); Durchführung als geschlossene Kleingruppe; überwiegend interaktive Methoden; dieselbe Schulungsleiterin (Dioplom-Psychologin) in allen fünf Schulungseinheiten.

Kontrollgruppe (KG): Rehabilitation mit Standard-Gesundheitsbildung zu den Themen Risiko- und Schutzfaktoren, Bewegung, Stress, Ernährung, Entspannung/Allgemeine Gesundheit (Umfang 4 bzw. 5 Stunden je nach Klinik, keine geschlossene Gruppe, überwiegend Vorträge, unterschiedliche Schulungsleiter in jeder Seminareinheit).

Gruppenzuweisung

randomisiert (1 Klinik) bzw. Zeitstichproben (2 Kliniken)

Gruppengröße

  • IG: n=326
  • KG: n=427

Katamnese

  • t0: Reha-Beginn
  • t1: Reha-Ende
  • t2: 3 Monate nach Rehabilitation
  • t3: 12 Monate nach Rehabilitation

Erhebungsinstrumente

Für die Verhaltensbereiche sportliche Aktivität, gesunde Ernährung und Entspannungsübungen jeweils:

  • Stufe der Verhaltensänderung
  • Selbstwirksamkeitserwartung
  • wahrgenommene Vor- und Nachteile
  • Verhalten

subjektive Gesundheit (SF-36)

Schulungsleiter

geschulte Diplom-Psychologinnen

Primäre Zielgrößen

Stufe der Verhaltensänderung Ernährung: in der KG mehr Teilnehmer in Stufe Absichtslosigkeit als in der IG (t1).

Es werden signifikante und nicht signifikante Ergebnisse berichtet.

Weitere Zielgrößen

  • Verhalten
  • Ernährung: IG besserer Ernährungsstatus als KG (t2, kleiner Effekt).
  • Entspannung: Teilnehmer der IG übten mehr Entspannungsübungen aus als KG (t2, kleiner Effekt).

Es werden signifikante und nicht signifikante Ergebnisse berichtet.

Sonstige Ergebnisse

Die primäre Hypothesenprüfung (Messzeitpunkt t2) wurde ohne Alpha-Fehler-Korrektur vorgenommen. Für die Messzeitpunkte t1 und t3 wurde das Alpha-Fehler-Niveau nach Bonferroni korrigiert.

Es werden ebenfalls die Ergebnisse zu Nebenfragestellungen berichtet (Veränderung der Motivation nach der Rehabilitation, Zusammenhänge zwischen den Verhaltensbereichen, stufenspezifische Effekte der Intervention, Akzeptanz des Schulungsprogramms, Annahmen des zugrunde liegenden Transtheoretischen Modells).

Diskussion

Es wird darauf hingewiesen, dass in der Studie ein Vergleich zwischen 2 Interventionen (unterschiedliche Form der Gesundheitsbildung in der Rehabilitation) vorgenommen wurde. Bei einem solchen Vergleich sind kleinere Effekte zu erwarten als bei einem Vergleich Intervention - unbehandelte Kontrollgruppe.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

k.A.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

ja

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Fortbildung der Deutschen Rentenversicherung: Selbstmanagement als Ziel der Rehabilitation – Gesundheitsschulung in der medizinischen Rehabilitation. Leitung: Prof. Dr. Dorothee Heckhausen

Nähere Information auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

12.11.2007

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017