Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Psychologische Interventionen bei der Parkinson-Erkrankung - Ein Behandlungsmanual

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Michael Macht, Heiner Ellgring

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das für die ambulante und stationäre Durchführung geeignete Programm "Psychologische Interventionen bei der Parkinson-Erkrankung" hat erwachsene Patienten mit Morbus Parkinson sowie deren Angehörige als Zielgruppe. Wichtige Inhalte der Schulung sind: Umgang mit Stress und körperlichen Symptomen der Erkrankung, krankheitsbezogene Kommunikation, Ausdruck von Gefühlen sowie Umgang der Angehörigen mit der Erkrankung. Das Programm besteht aus 11 Unterrichtseinheiten und wird für eine Gruppe von 4 bis 7 Patienten bzw. 4 bis 12 Angehörigen empfohlen. Die Leitung der Schulung obliegt einem Psychologen, der sich mit der Parkinson-Erkrankung auskennt.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Macht, M. & Ellgring H. (2003). Psychologische Interventionen bei der Parkinson-Erkrankung. Ein Behandlungsmanual. Stuttgart: Kohlhammer.

ISBN: 3-17-017109-7

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

24, 80 Euro (Stand: Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Version 2003

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Neurologie

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Parkinson-Erkrankung (Synonyme: Parkinsonsyndrom, Morbus Parkinson, Parkinsonismus, Paralysis agitans, Schüttellähmung)

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene
  • Angehörige von Patienten

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

  • Patienten mit Problembereichen, die nicht zu den Inhaltsbereichen der Schulung gehören
  • Patienten, die zusätzlich durch eine dementielle Erkrankung eingeschränkt sind

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Patienten,
- die eine Verminderung der krankheitsbedingten Belastungen anstreben
- die lernen wollen, besser mit ihrer Erkrankung zu leben
- die bemerkt haben, wie Stress ihre Krankheit und deren Symptome beeinflusst

Angehörige,
- die mehr über die Erkrankung erfahren wollen
- die unter seelischen Belastungen leiden
- die sich eine bessere Kommunikation mit dem Partner wünschen

Bei ausreichender Teilnehmerzahl wird die Bildung homogener Gruppen empfohlen.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

4 bis 7 Patienten bzw. 4 bis 12 Angehörige

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

11 Einheiten

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

etwa 90 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

1 Einheit pro Woche

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

Training der Stress- und Krankheitsbewältigung:

  1. Einführung
  2. Basisinformation und Selbstbeobachtung
  3. Problemanalyse: Stressbewältigung im Alltag
  4. Entspannung bei Ruhe
  5. Entspannung in der Kurzform
  6. Gedankliche Bewältigung in Situationen
  7. Problemanalyse: Krankheitsbewältigung
  8. Situationsübergreifende gedankliche Bewältigung
  9. Aktivitätsplanung
  10. Aktivitätsförderung
  11. Rückblick

Training der krankheitsbezogenen Kommunikation:

  1. Einführung
  2. Problemanalyse: Sprechen über die Erkrankung
  3. Kommunikation mit Parkinson-Patienten
  4. Kommunikation in öffentlichen Situationen
  5. Kommunikation mit nahestehenden Personen
  6. Rückblick

Training des Gefühlsausdrucks:

  1. Einführung: Gefühlsausdruck bei der Parkinson-Erkrankung
  2. Problemanalyse: Beschreibung des eigenen Gefühlsausdrucks
  3. Mimik und Gestik
  4. Sprachlicher Gefühlsausdruck
  5. Übereinstimmung der Ausdrucksebenen
  6. Rückblick

Training für Angehörige:

  1. Einführung
  2. Basisinformation und Selbstbeobachtung
  3. Stressbewältigung I: Entspannung
  4. Stressbewältigung II: Gedankliche Veränderungen
  5. Aktivitätsplanung I: Entlastung
  6. Aktivitätsplanung II: Angenehme Aktivitäten
  7. Kommunikation I: Verständnis
  8. Kommunikation II: Mitteilung
  9. Rückblick

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Da individuelle Problemsituationen im Behandlungsprogramm besondere Berücksichtigung finden sollen, stellen die dargestellten Schulungsbausteine lediglich einen Rahmen dar, innerhalb dessen Änderungen, Ergänzungen etc. möglich und auch wünschenswert sind.

Aufbau der Sitzungen (mit Ausnahme der ersten und letzten Sitzung):
- Besprechung der Alltagsübung
- Information
- Übung(en) in der Gruppe
- Vorbereitung neuer Alltagsübungen
- Rückmelderunde

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Kleingruppenarbeit
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Je nach Zusammensetzung der Schulungsgruppe wird eine Anpassung der Interventionen an die Merkmale der jeweiligen Teilnehmer empfohlen.

Die Teilnehmer erhalten am Ende jeder Einheit Hausaufgaben (Alltagsübungen), welche zu Beginn der folgenden Einheit besprochen werden.

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

geschlossen

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

hoch

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

gering

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

In einem Nachgespräch erhält jeder Teilnehmer nochmals die Gelegenheit seinen Eindruck zum Verlauf des Trainings zu beschreiben. Hier kann auch die manchmal notwendige Entscheidung über eine individuelle Fortführung der Therapie getroffen werden.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Ein Vorgespräch dient der ersten Sichtung der Probleme und Fertigkeiten des Patienten.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

Die Schulung richtet sich u. a. an Angehörige.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Training der Stress- und Krankheitsbewältigung:

  • Einübung der Selbstbeobachtung des Stressgeschehens (Stress-Tagebuch)
  • Festlegung individueller Ziele zur Verbesserung der Stressbewältigung im Alltag
  • Einübung von verschiedenen Entspannungsübungen und Selbstanweisungen sowie Erprobung derselben in Stresssituationen
  • Erlernen der Beobachtung und Veränderung von Gedanken und Einstellungen
  • Erstellung von Aktivitätsplänen für die Zielsetzungen "Überforderungssituationen verhindern" und "Freiraum für angenehme Aktivitäten gewinnen"
  • Einübung der bewussten Ausführung angenehmer Tätigkeiten im Tagesverlauf

Training der krankheitsbezogenen Kommunikation:

  • Einübung der Selbstbeobachtung der krankheitsbezogenen Kommunikation
  • Festlegung individueller Ziele in Bezug auf das Ansprechen der Erkrankung
  • Rollenspiele...
    • zum Sender- und Empfängeraspekt in der Kommunikation
    • zur Kommunikation in öffentlichen Situationen
    • zur Kommunikation mit nahestehenden Personen und Führen eines derartigen Gesprächs im Alltag

Training des Gefühlsausdrucks:

  • Einübung der Beobachtung des Gefühlsausdrucks bei sich selbst und anderen
  • Festlegung individueller Ziele in Bezug auf den Ausdruck von Gefühlen
  • Durchführung von Übungen...
    • zur Mimik und anderen nicht-sprachlichen Elementen des Gefühlsausdrucks
    • zur sprachlichen Mitteilung von Gefühlen
    • zum Training der Übereinstimmung zwischen sprachlichen und nicht-sprachlichen Ebenen des Gefühlsausdrucks

Training für Angehörige:

  • Einübung der Selbstbeobachtung des Stressgeschehens (Stress-Tagebuch)
  • Festlegung individueller Ziele zur Verbesserung der Stressbewältigung im Alltag
  • Einübung von verschiedenen Entspannungsübungen und Selbstanweisungen sowie Erprobung derselben in Stresssituationen
  • Erstellung von Aktivitätsplänen für die Zielsetzungen "Überforderungssituationen verhindern" und "Freiraum für angenehme Aktivitäten gewinnen"
  • Einübung der bewussten Ausführung angenehmer Tätigkeiten im Tagesverlauf
  • Rollenspiele zum Thema "Verständigung in der Partnerschaft" sowie Erprobung der erlernten Gesprächsfertigkeiten im Alltag

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

k. A.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

k. A.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Psychologe, der sich mit der Parkinson-Erkrankung auskennt

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

k. A.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Alle benötigten Informations- und Übungsblätter sowie Materialien zur Diagnostik und Evaluation sind im Manual enthalten.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k. A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Flipchart oder Wandtafel, Uhr

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Eine Evaluation liegt uns nicht vor.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Das Trainingsprogramm kann auch in der Einzeltherapie angewendet werden.

Im Manual sind verschiedene diagnostische Instrumente enthalten, mit denen die Wirksamkeit des Programms im Sinne einer "kontrollierten Praxis" abgeschätzt werden kann.

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

08.07.2010

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017