Schulungsbeschreibung

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Arbeitsbuch PsychoEdukation bei Schizophrenie (APES) - Mit Manual für die Gruppenleitung

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Josef Bäuml, Gabi Pitschel-Walz, Hartmut Berger, Hans Gunia, Andreas Heinz, Georg Juckel

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das im Folgenden vorgestellte psychoedukative Programm richtet sich an Schizophrenie erkrankte Erwachsene und deren Angehörige/andere relevante Bezugspersonen. Es eignet sich sowohl für die ambulante als auch stationäre Durchführung. Wichtige Inhalte sind: Informationen über Krankheitsbegriff und Symptome, Ursachenerklärung anhand des Synapsen-Modells und Vulnerabilitäts-Stress-Modells, Aufklärung über medikamentöse und psychotherapeutsche Behandlungsmöglichkeiten, Erläuterungen zu psychosozialen Maßnahmen, Frühwarnzeichen, Krisenplan und Rückfallprophylaxe. Das Programm ist auf 8 Einheiten konzipiert und wird für eine Gruppe von 6 bis 15 Teilnehmern empfohlen. Nach Möglichkeit sollten Patienten und Angehörige in getrennten Gruppen geschult werden. Das Schulungsteam setzt sich aus Leiter und Ko-Leiter einer psychiatrisch tätigen Berufsgruppe zusammen. Eine Evaluation liegt vor.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Bäuml, J., Pitschel-Walz, G., Berger, H., Gunia, H., Heinz, A. & Juckel, G. (2010). Arbeitsbuch PsychoEdukation bei Schizophrenie (APES) - Mit Manual für die Gruppenleitung. Stuttgart: Schattauer.

ISBN-13: 978-3-7945-2688-8

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

44,95 Euro (Stand: Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Version 2010 (2. Auflage)

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Das Manual setzt sich aus Basiseinheiten ("Pflicht"-Einheiten) und fakultativen Zusatzeinheiten ("Kür"-Einheiten) zusammen, welche insbesondere den langfristigen Krankheitsverlauf im Blick haben. Dabei werden Patienten und Angehörige getrennt geschult.

Zudem wird das PEFI-Programm (Psycho-Edukative-Familientherapeutische-Intervention) als praxisorientiertes "Kür"-Konzept vorgestellt, welches sich an Patienten und Angehörige gemeinsam richtet und als Teil- und Gesamtprogramm mit den Basiseinheiten kombiniert werden kann.

Der Datenbankeintrag bezieht sich auf die Basiseinheiten ("Pflicht"-Einheiten). Die Themen der fakultativen Zusatzeinheiten ("Kür"-Einheiten) werden im Datenbankfeld "Themen/Module" mit aufgeführt.

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Psychosomatik

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Schizophrenie

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene
  • Angehörige von Patienten

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

  • schwere Unruhezustände im Rahmen von maniformen Erkrankungsbildern
  • schwerste Akathisie, so dass Patienten nicht längere Zeit sitzen bleiben können
  • imperative Stimmen mit Handlungskonsequenz
  • schwere Konzentrations- und Auffassungsstörungen, so dass Gruppengespräche nicht verfolgt werden können
  • schwere depressiv-suizidale Verstimmung
  • fehlende Krankheitseinsicht mit offener Ablehnung aller therapeutischer Maßnahmen (Derartig erkrankte Patienten bedürfen in der Regel zunächst einer spezifischen Einzelintervention und können zu einem späteren Termin zu einer Gruppe eingeladen werden.)

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

  • Patienten mit gesicherter Diagnose einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis (F2), inkl. schizo-affektive Störungen (F25)
  • Ersterkrankte und wiederholt Erkrankte: Bei der Gruppenzusammensetzung sollte darauf geachtet werden, dass möglichst keine Außenseiter hinsichtlich der Krankheitsdauer oder des Alters in der Gruppe sind.
  • Patienten, die über die diagnostische Einschätzung ihrer Erkrankung bereits im Einzelgespräch informiert worden sind
  • Patienten, die über Sinn und Zielsetzung der psychoedukativen Intervention informiert und zur Gruppenteilnahme bereit sind
  • Patienten, die insofern gruppenfähig sind, dass sie für einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten ruhig sitzen können

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

6 bis 15 Teilnehmer

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

8 Einheiten

Anmerkung: Das Programm kann auch in verkürzter oder verlängerter Form angeboten werden.

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

Patientengruppe: 60 Minuten; Angehörigengruppe: 90 bis 120 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

Patientengruppe: 1 bis 2 Einheiten pro Woche (an festen Wochentagen)

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

Basiseinheiten ("Pflicht"-Einheiten):

  1. Begrüßung und Einführung: "Bin ich hier denn richtig?"
  2. Symptomatik und Diagnostik: "Ist das überhaupt eine Psychose?"
  3. Synapsen-Modell oder "Somatische Brücke": "Wie passen Chemie und Seele zusammen?
  4. Ursachen - Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungs-Modell: "Ich war schon immer sensibler und unkonventioneller als andere"
  5. Medikamente und Nebenwirkungen: "Schaden diese Medikamente nicht mehr, als sie nutzen?"
  6. Psychotherapie: "Kann man den inneren Knackpunkt finden?"
  7. Psychosoziale Maßnahmen: "WAFFFFF: Wohnung, Arbeit, Finanzen, Freizeit, Freunde, Familie, Future..."
  8. Rezidivprophylaxe, Frühwarnzeichen, Krisenplan, Verabschiedung: "Wie lange muss ich das Gras noch wachsen hören?" und "Habe ich jetzt das Schlimmste hinter mir?"

fakultative Erweiterungseinheiten ("Kür"-Einheiten):
- Diagnosen-Management: "Wie sage ich es meinem Chef/den Nachbarn?"
- Komorbidität von Sucht und Psychose
- Empowerment und Salutogenese
- Effizientes Verhalten
- Verhütung und Bewältigung von Stress
- Umgang mit Schuld und Scham
- Ernährungs- und Gewichtsmanagement (Kampf den "Killer-Kalorien")

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Frequenz der Einheiten (Empfehlung für Angehörigengruppe): 1 Einheit pro Woche bzw. 1 Einheit 14-tägig

Die Inhalte und das konkrete Vorgehen in den einzelnen Einheiten sind für Patienten- und Angehörigengruppen weitgehend identisch und werden im Manual gemeinsam abgehandelt. Besonderheiten bei der Durchführung von Angehörigengruppen werden geschildert.

Grundstruktur der einzelnen Einheiten:
- Eröffnungsrunde
- Informationsvermittlung
- emotionale Entlastung
- Schlussrunde

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

beides

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

mittel

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Wenn organisatorisch möglich, wird die Durchführung in geschlossener Gruppe empfohlen.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

Vereinbarung eines Auffrischungstreffen, sofern dies von den Teilnehmern gewünscht wird.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung eines Terminplans durch die Gruppenleiter
  • Einige Tage vor Beginn der Schulung werden Fragebögen zur Evaluation der Erwartungen und des Ausgangswissens an die Teilnehmer ausgeteilt.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

Das Angebot richtet sich in gleicher Weise an Angehörige und andere relevante Bezugspersonen. Obwohl die gemeinsame Schulung von Patienten und Angehörigen/anderen Bezugspersonen grundsätzlich möglich ist, wird die Schulungsdurchführung in getrennten Gruppen empfohlen.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

Adressen von Selbsthilfeorganisationen - sowohl für Betroffene als auch für Angehörige - werden genannt.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Das PEFI-Programm (Psycho-Edukative-Familientherapeutische-Intervention), welches sich an Patienten und Angehörige gemeinsam richtet, kann als Teil- und Gesamtprogramm mit dem vorliegenden Programm kombiniert werden. Das Teilprogramm umfasst dabei ein Kommunikations- und Problemlösetraining.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Der Gruppenleiter sollte einer psychiatrisch tätigen Berufsgruppe (Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Pflegekräfte etc.) angehören und von mindestens einem Ko-Leiter unterstützt werden. Dies gilt für Patienten- und Angehörigengruppen.

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

Erfahrungen im Umgang mit schizophren Erkrankten sowie psychotherapeutische Basisfertigkeiten werden vorausgesetzt.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Für Gruppenleiter sollten Möglichkeiten zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch sowie Supervisions- und Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Unter dem Link http://www.schattauer.de/APES-2688.html sind Abbildungen, Tabellen, Checklisten, Musterbriefe etc. aufgelistet, die als Kopiervorlagen für den praktischen Einsatz in den Gruppen benutzt werden können.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

ruhiger, freundlicher Raum mit ausreichend Platz für audiovisuelle Medien

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Flipchart, Overhead-Projektor, evtl. Videorekorder oder DVD-Spieler

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Quelle

Bäuml, J. & Pitschel-Walz, G. (2002). Psychoedukative Gruppen für Angehörige bei schizophrenen Psychosen. In Sulz, S. K. D. & Heekerens, H.-P. (Hrsg.), Familien in Therapie. Grundlagen und Anwendung kognitiv-behavioraler Familientherapie (S. 335-379). München: CIP-Medien.

Bäuml, J., Pitschel-Walz, G., Basan, A. & Kissling, W. (1999). Psychoedukative Gruppen bei Angehörigen von schizophrenen Patienten: Erwartungen und Einstellungen von Angehörigen im Vergleich zu professionellen Helfern. Ergebnisse der Münchner PIP-Studie. In Hartwich, P. & Pflug, B. (Hrsg.), Schizophrenien. Wege der Behandlung (S. 131-175). Berlin: Wissenschaft und Praxis.

Beteiligte

Psychiatrische Klinik der LMU München (Untersuchung des Krankheitsverlaufs über 2 Jahre)

Bezirkskrankenhaus Haar (Untersuchung des Krankheitsverlaufs über 2 Jahre)

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München (Untersuchung des Krankheitsverlaufs über 7 Jahre)

Zeitpunkt

1990-1994

Kontext

multizentrische Studie

Evaluationsart

summativ, extern

Design

Kontrollgruppendesign

Stichprobe

  • N = 236 Patienten mit einer DSM-III-R-Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis
  • n (KG) = 111 Patienten
  • n (IG) = 125 Patienten

  • M (Alter der Patienten) = 33 Jahre

  • Geschlecht (Patienten): 46% Männer/54% Frauen
  • durchschnittliche Krankheitsdauer: 7 Jahre
  • Anzahl durchschnittlicher Krankenhausaufenthalte: 3 bis 4

  • M (Alter der Angehörigen) = 49 Jahre

  • Geschlecht (Angehörige): 40% Männer/60% Frauen

Kontrollgruppe

  • KG: Standardbehandlung
  • IG: Standardbehandlung + psychoedukatives Patientenschulungsprogramm (separate Schulung von Patienten und Angehörigen in jeweils acht Gruppensitzungen)

Gruppenzuweisung

randomisiert

Gruppengröße

  • n (KG) = 111 Patienten
  • n (IG) = 125 Patienten

Katamnese

Berichtete Messzeitpunkte: vor der Intervention, nach der Intervention, 6 Monate nach Entlassung, 1 Jahr nach Entlassung, 2 Jahre nach Entlassung, 3 bis 7 Jahre nach Entlassung für eine Teilstichprobe [n=48] an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München

Vollständige Datensätze liegen für den 1- und 2-Jahres-Katamnesezeitraum vor.

Erhebungsinstrumente

Hauptfragestellung:

  • Kann die Rückfallrate von Patienten mit einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis durch psychoedukative Gruppen für Patienten und deren Angehörige reduziert werden?

Nebenfragestellungen:

  • Erreichen die Patienten und deren Angehörige durch die Intervention einen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant besseren Wissenszuwachs?
  • Eignen die Patienten sich ein auf die Compliance förderlich auswirkendes Krankheitskonzept an?
  • Verändert sich das Familienklima positiv?
  • Verändert sich die soziale Adaptation der Patienten und die Zufriedenheit mit der Behandlung?

Erhebungsinstrumente:

  • Fremdrating-Skalen: BPRS-Skala, AMDP-Skalen, EPS-Skala, AIMS-Skala, NEODOTES-Skala, spezielle Erfassungsbögen zur sozialen Adaptation und zur allgemeinen Lebenszufriedenheit
  • Selbstrating-Bögen: Visuelle Analog-Skala zur Befindlichkeit und Zufriedenheit mit der Behandlung, Wissensfragebögen, FFB zur Erfassung des familiären Klimas, KEA und KEP (krankheitsbezogene Einstellungen für Patienten und Angehörige), subjektive Erfassung von Nebenwirkungen (CSNL), Feedback-Fragebögen zur Beurteilung der Gruppen für Patienten und Angehörige

Schulungsleiter

Leiter: Ärzte oder Psychologen

Ko-Leiter: Sozialpädagogen, Mitglieder des Pflegepersonals, Mitarbeiter anderer Berufsgruppen

Primäre Zielgrößen

Hauptfragestellung: Im Hinblick auf die stationären Wiederaufnahmeraten zeigte sich im 1- und 2-Jahres-Katamnesezeitraum eine deutliche Überlegenheit der IG (1. Jahr: 21% vs. 38%; 2. Jahr: 41% vs. 58%). Die Überlegenheit der IG blieb auch bei der 7-Jahres-Katamnese (Teilstichprobe [n=48]) bestehen.

Effektstärken werden nicht berichtet.

Weitere Zielgrößen

Nebenfragestellungen: - Patienten und Angehörige der IG wiesen am Ende der Intervention einen signifikanten Wissenszuwachs auf, der auch bei der 1-Jahres-Katamnese erhalten blieb. - Patienten der IG wiesen nach 1 Jahr eine stärkere mittlere Compliance auf. - Der Besuch der psychoedukativen Gruppen wirkte sich positiv auf das Familienklima aus. - Die bis zur 4-Jahres-Katamnese bei einer Teilstichprobe von n=53 Patienten erfassten sozialen Adaptationsparameter unterstützten die Annahme, dass die Verhinderung von Rezidiven zu einer signifikant besseren sozialen Anpassung und einer höheren subjektvien Lebenszufriedenheit führt.

Nicht signifikante Ergebnisse werden nicht berichtet.

Sonstige Ergebnisse

  • Zwischen mittlerer Compliance und der stationären Wiederaufnahme bestand ein signifikanter Zusammenhang, der vorwiegend bei den Patienten ohne psychoedukative Patienten- und Angehörigengruppen eine Rolle spielte.
  • Der protektive Einfluss von geschulten Angehörigen ließ sich insbesondere bei jenen Patienten nachweisen, die über eine geringe Krankheitseinsicht und eine entsprechend mangelhafte Compliance verfügten.

Angaben zu den statistischen Auswertungsverfahren werden gemacht.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

26.08.2010

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017