Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Psychoedukation Zwangsstörungen - Manual zur Leitung von Patienten- und Angehörigengruppen

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Ulrich Terbrack, Wilhelm Peter Hornung

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das sowohl für das ambulante, stationäre als auch tagesklinische Setting geeignete Programm "Psychoedukation Zwangsstörungen" hat erwachsene Zwangspatienten und deren Angehörige als Zielgruppe. Wichtige Inhalte der Schulung sind: Information über Zwangssymptome, Vermittlung biologischer und psychologischer Erklärungsmodelle, Reflektion über das Verhältnis zu den Angehörigen sowie Aufklärung über medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Die Schulung ist auf 8 Einheiten konzipiert und wird für eine Gruppe von 4 bis 8 Patienten bzw. 6 bis 12 Angehörigen empfohlen. Die Schulung sollte von zwei Gruppenleitern durchgeführt werden, wobei diese einer der folgenden Berufsgruppen angehören sollten: Psychiater, Psychologe, Sozialarbeiter, Ergotherapeut, in der Psychiatrie tätiger Physiotherapeut oder Krankenpfleger.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Terbrack, U. & Hornung, W. P. (2004). Psychoedukation Zwangsstörungen. Manual zur Leitung von Patienten- und Angehörigengruppen. München: Urban & Fischer.

ISBN: 3-437-56600-8

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

21,95 Euro (Stand: Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Version 2004

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Ein das Manual ergänzendes Ratgeberbuch für Patienten und Angehörige kann parallel zu den einzelnen Einheiten zur Vertiefung des Wissens eingesetzt werden.

Bezugsquelle: Hornung, W. P. & Terbrack, U. (2004). Zwänge überwinden: Ratgeber für Menschen mit Zwangsstörungen und deren Angehörige. München: Urban & Fischer.

  • ISBN: 3-437-56610-5
  • Kosten: 10,95 Euro (Stand: Juli 2011)

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Psychosomatik

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Zwangsstörung

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene
  • Angehörige von Patienten

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

  • schwere Depression, Suizidgefahr
  • Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund
  • schizophrene Psychose
  • mittlere bis schwere Minderbegabung
  • fehlende oder geringe deutsche Sprachkenntnisse

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Patienten mit der Diagnose einer Zwangsstörung (nach ICD-10: Ziffer F42)

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

4 bis 8 Patienten; 6 bis 12 Angehörige

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

8 Einheiten

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

90 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

Patienten: 2 Einheiten/Woche (stat.), 1 Einheit/Woche (amb.); Angehörige: 1-2 Einheiten/Woche

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  1. Zwangssymptome
  2. Diagnose der Zwangsstörung; Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen, begleitende psychische Erkrankungen; Krankheitsverlauf
  3. Biologische Erklärungsmodelle
  4. Psychologische Erklärungsmodelle
  5. Situation von Zwangspatienten in der Familie; Einbeziehung der Angehörigen in Zwangsrituale
  6. Medikamentöse Behandlung
  7. Psychotherapeutische Behandlung sowie ergänzende Verfahren
  8. Klärung offener Fragen; Was können die Teilnehmer für sich tun?; Was können die Teilnehmer gegen ihre Zwangsstörung tun?

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Das Programm wurde für das tagesklinische Behandlungssetting entwickelt, kann aber auch in der vollstationären und ambulanten Therapie eingesetzt werden. Bei einer Einbettung in ein stationäres oder tagesklinisches Setting erscheint es den Autoren sinnvoll, deutlich mehr als 8 Gruppensitzungen anzubieten und den Informationsteil durch übende Verfahren zu ergänzen.

Eine Heterogenität der Teilnehmer hinsichtlich Zwangsphänomenen, beruflicher Tätigkeit und Persönlichkeitsmerkmalen ist wünschenswert.

Grundstruktur der einzelnen Einheiten:
- Begrüßung durch die Gruppenleiter
- Blitzlicht
- Wiederholung der wichtigsten Inhalte der letzten Sitzung
- Schlussblitzlicht
- Verabschiedung und Verteilen von Informationsmaterial

Die Lernziele sind im Manual konkret definiert.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion

Anmerkungen zu den Methoden

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

geschlossen

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

hoch

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

mittel

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Wenn die organisatorischen Umstände es erfordern, kann die Schulung auch in halboffener Gruppe durchgeführt werden. Dabei sollten jedoch nach der 3. Einheit keine neuen Teilnehmer zur Gruppe hinzustoßen.

Ablauf und Inhalt des psychoedukativen Programms sind wandelbar und sollten im Interesse der Betroffenen und Angehörigen an deren Bedürfnisse angepasst werden.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

k. A.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Schulung der Patienten: Vorstellungsgespräch zur Absicherung der Diagnose und zur Vorstellung des psychoedukativen Programms

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

Die Schulung der Angehörigen ist Teil des Schulungskonzepts. Spezielle Hinweise für die Gestaltung der Angehörigenschulung sind im Manual aufgeführt. Patienten und Angehörige werden im Regelfall getrennt geschult.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

k. A.

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

Adressen von Selbsthilfeorganisationen werden genannt.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Das Programm kann mit verhaltenstherapeutischen Anteilen (Expositionsbehandlungen mit Reaktionsverhinderung, Hausaufgaben) ergänzt werden. Dabei muss bei Integration der Expositionstherapie von 20 Schulungseinheiten ausgegangen werden.

Kapitel 7 beschreibt die Einbettung der psychoedukativen Gruppen in ein tagesklinisches Gesamtprogramm.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Für die Durchführung der Schulung in Frage kommende Berufsgruppen: Psychiater (wünschenswert), Psychologe, Sozialarbeiter, Ergotherapeut, in der Psychiatrie tätiger Physiotherapeut, Krankenpfleger

Die Schulung sollte von zwei Gruppenleitern durchgeführt werden, wobei nicht beide Schulungsleiter eine akademische Ausbildung durchlaufen haben müssen.

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

k. A.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Alle für die Durchführung der Schulung benötigten Vorlagen für Formblätter und Folien sind im Manual sowie auf einer dem Manual beiliegenden CD-ROM enthalten.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

Für die Durchführung der Schulung wird ein ausreichend großer, ruhiger und gut erreichbarer Raum benötigt. Eine Anordnung der Stühle im Kreis oder Halbkreis sollte möglich sein.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Flipchart, Overhead-Projektor

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Eine Evaluation liegt uns nicht vor.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

10.09.2010

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

zurück zum Suchformular

© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017