Schulungsbeschreibung

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Meine persönlichen Warnsignale - Ein psychoedukatives Therapieprogramm zur Krankheitsbewältigung für Menschen mit Psychoseerfahrung

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Bernd Behrendt

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das für die stationäre, teilstationäre und ambulante Durchführung geeignete Therapieprogramm "Meine persönlichen Warnsignale" ist kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiert und hat erwachsene Patienten mit schizophrener oder schizoaffektiver Erkrankung sowie deren Angehörige als Zielgruppe. Wichtige Inhalte des Programms sind: Vermittlung von krankheitsspezifischem Wissen; Erarbeitung der persönlichen, auf eine mögliche Wiedererkrankung hindeutenden frühen Warnsignale und des individuellen Warnsignalmusters; Gabe von Informationen zu allgemeinen und individuellen Strategien der Stress- und Problembewältigung sowie Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung. Das Programm für Patienten ist auf 12 Unterrichtseinheiten konzipiert und wird für eine Gruppe von 6 bis 10 Teilnehmern empfohlen. Das Schulungsteam setzt sich vorzugsweise aus einem klinischen Psychologen und einem Arzt zusammen.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Behrendt, B. (2009). Meine persönlichen Warnsignale. Ein psychoeduaktives Therapieprogramm zur Krankheitsbewältigung für Menschen mit Psychoseerfahrung - Manual für Gruppenleiter. Tübingen: dgvt.

ISBN: 978-3-87159-310-9

Für die Betroffenen steht ein "Arbeitsbuch für Gruppenteilnehmer" mit CD-ROM zur Verfügung. Es enthält in komprimierter Form die wichtigsten Informationen der Gruppensitzungen sowie zahlreiche Arbeitsblätter.

Behrendt, B. (2009). Meine persönlichen Warnsignale. Ein psychoedukatives Therapieprogramm zur Krankheitsbewältigung für Menschen mit Psychoseerfahrung – Arbeitsbuch für Gruppenteilnehmer. Tübingen: dgvt.

ISBN: 978-3-87159-311-6

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

Manual für Gruppenleiter: 16,80 Euro; Arbeitsbuch für Gruppenteilnehmer (inkl. CD-ROM): 18,80 Euro (Stand: Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Version 2009 (2. Auflage)

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Zur Schulung der Angehörigen kann auf das Manual "Behrendt, B. (2004). Psychoedukative Gruppen für Angehörige schizophren oder schizoaffektiv Erkrankter – Manual für Gruppenleiter. Tübingen: dgvt." zurückgegriffen werden.

ISBN: 978-3-87159-352-9
Kosten (inkl. CD-ROM): 26,80 Euro

Komplettpaket (Manual zur Durchführung von Patientengruppen, Arbeitsbuch für Gruppenteilnehmer, Manual zur Durchführung von Angehörigengruppen)

ISBN: 978-3-87159-309-3
Kosten: 60,65 Euro

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Psychosomatik

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Schizophrenie

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene
  • Angehörige von Patienten

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

Patienten mit akuter Symptomatik, die sich nicht auf das Gruppengeschehen konzentrieren können.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Patienten mit schizophrener oder schizoaffektiver Erkrankung, die im Voraus über ihre Diagnose aufgeklärt wurden.

Patienten mit einer Doppeldiagnose (wie z. B. Schizophrenie und Suchtproblem) oder (noch) ohne Krankheitseinsicht können ebenfalls an der Schulung teilnehmen.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

6 bis 10 Teilnehmer

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

12 Einheiten

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

60-90 Minuten (evtl.: kurze Pause von 15 Minuten)

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

stationär: 3 Einheiten/Woche; teilstationär: 2 Einheiten/Woche; ambulant: 1 Einheit /Woche bzw. vierzehntägig

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  1. Einführung
  2. Krankheits- und Gesundheitsmodell
  3. Was versteht man unter einer Psychose? (Teil 1)
  4. Was versteht man unter einer Psychose? (Teil 2)
  5. Informationsverarbeitung im Gehirn - Psychose als Stoffwechselstörung
  6. Medikamentöse Behandlung
  7. Was sind Warnsignale?
  8. Meine persönlichen Warnsignale
  9. Was tun, wenn Warnsignale auftreten?
  10. Stress und Stressreaktionen
  11. Stressbewältigung
  12. Stressbewältigung und Abschluss

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Setting: Das Programm kann auch im teilstationären Setting durchgeführt werden.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Es werden Hausaufgaben aufgegeben, welche in der folgenden Einheit besprochen werden.

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

beides

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

hoch

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

hoch

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur: Da die Einheiten inhaltlich aufeinander aufbauen, sollte das Programm möglichst in geschlossener Gruppe durchgeführt werden.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

k. A.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Wenn die Gruppenteilnehmer den Leitern nicht persönlich bekannt sind, wird empfohlen zum gegenseitigen Kennenlernen ein gemeinsames Vorgespräch zu führen.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

Parallel zu den Einheiten der Patienten finden 8 Angehörigeneinheiten von ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Dauer im wöchentlichen oder vierzehntägigen Abstand statt. Da die Patienten gebeten werden, ihre Angehörigen anhand des Arbeitsbuches von der ersten Stunde an über die Inhalte der einzelnen Einheiten zu informieren, werden die Angehörigen frühzeitig indirekt an dem Programm beteiligt und zur Teilnahme an der Angehörigengruppe motiviert.

Themen der Angehörigengruppen:

  1. Einführung
  2. Krankheits- und Gesundheitsmodell
  3. Was versteht man unter einer Psychose?
  4. Informationsverarbeitung im Gehirn - Psychose als Stoffwechselstörung
  5. Medikamentöse Behandlung
  6. Was sind Warnsignale?
  7. Was tun, wenn Warnsignale auftreten?
  8. Stress und Stressbewältigung

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

  • Erarbeiten der persönlichen Warnsignale und Warnsignalmuster
  • Erstellen eines persönlichen Beobachtungsbogens für Warnsignale
  • Erarbeiten individueller Möglichkeiten, sich zu entspannen und zu erholen
  • Erarbeiten individueller Kompetenzen und Ressourcen
  • individuelle Bewältigungsstrategien; Notfallplan
  • Kennenlernen und Durchführung der Progressiven Muskelrelaxation nach Jakobson als Methode zur Entspannung

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

Eine Liste mit Adressen von weiterführenden regionalen Behandlungs- und Versorgungsangeboten sollte von den Gruppenleitern erstellt und in das Arbeitsbuch der Patienten integriert werden.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

k. A.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Die Schulung sollte von zwei Gruppenleitern durchgeführt werden, wobei das Team idealerweise aus einem klinischem Psychologen und einem Arzt besteht.

Als Co-Therapeuten können aber auch andere, in der Psychiatrie tätige Mitarbeiter fungieren.

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

Die Gruppenleiter sollten umfassende Kenntnisse über den neuesten Stand der psychiatrischen und psychologischen Grundlagen endogener Psychosen und ihrer Behandlung sowie Erfahrungen im Umgang mit Gruppen besitzen.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Das Arbeitsbuch für Gruppenteilnehmer enthält eine CD-ROM, welche die Materialien als pdf- und als Word-Datei, das Warnsignal-Inventar und den Wissenstest als pdf-Dateien enthält.

Im Anhang des Manuals für Angehörige befinden sich 74 Kopiervorlagen zur Erstellung von Overhead-Folien sowie 5 Kopiervorlagen zur Erstellung von Materialien, welche an die Angehörigen verteilt werden können.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

Schulungsraum mit
- Möglichkeit zum Aufhängen und evtl. Hängenlassen von Wandzeitungen
- bequemen Sitzgelegenheiten
- kleinem Tisch zur Ablage der Arbeitsmaterialien

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Tafel;, Flip-Chart; Wandzeitungen; "Botenstoffe", "Antipsychotika" und Symbole für elektrischen Strom aus Pappe; Medikamentenschachteln; evtl. selbstgebasteltes Waage-Modell

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Eine Evaluation liegt uns nicht vor.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Das Programm ist als Gruppenprogramm konzipiert, kann aber auch in der Einzelbehandlung eingesetzt werden.

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

29.10.2010

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017