Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen - Manual für Einzel- und Gruppensetting

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Alexandra Liedl, Ute Schäfer, Christine Knaevelsrud

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das für das ambulante und stationäre Setting konzipierte Programm "Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen - Manual für Einzel- und Gruppensetting" hat erwachsene Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörunge als Zielgruppe. Wichtige Inhalte des Programms bestehen in der Vermittlung von Sachkenntnissen und im Aufzeigen und Erlernen von Hilfsmöglichkeiten, um Entlastung und Sicherheit zu erreichen. Das Programm ist auf 15 (+2) Einheiten im wöchentlichen Abstand konzipiert und wird für eine Gruppe von 6 bis 8 Patienten empfohlen (kann jedoch auch im Einzelsetting durchgeführt werden). Das Schulungsteam setzt sich aus Therapeut und Kotherapeut zusammen.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Posttraumatische Belastungsstörung, Psychoedukation

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Liedl A., Schäfer U., Knaevelsrud Ch.(2010). Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen. Manual für Einzel- und Gruppensetting. Schattauer: Stuttgart

ISBN-10: 3794527275

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

29,95 Euro (Stand Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

2010 (1. Auflage)

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Psychosomatik

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Posttraumatische Störungen

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

Durch ein Vorgespräch sollte geklärt werden, ob der Patient stabil genug ist, um an einer Gruppe teilzunehmen und ob dem Patienten für den Fall eines Notfalls eine psychotherapeutische oder psychiatrische Versorgung zur Verfügung steht.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

  • Traumapatienten
  • Berufsgruppen mit erhöhtem Traumarisiko, wie Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

6 bis 8 Teilnehmer (auch im Einzelsetting umsetzbar)

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

15 Einheiten + 2 Zusatzeinheiten

Das Programm kann auch in verkürzter oder verlängerter Form abhängig von der Symptomatik der Patienten bzw. der Zusammensetzung der Teilnehmer angeboten werden.

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

Empfehlung für das Gruppensetting: 1,5 bis 2 Stunden; Empfehlung für das Einzelsetting: 50 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

Eine Einheit pro Woche

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

Modul 1: Psychoedukation - ein erster Schritt auf dem Weg durch das Labyrinth
Modul 2: Sie können verändern und dürfen entscheiden - gemeinsam sind wir stärker
Modul 3: Trauma - auch tiefe Wunden können heilen
Modul 4: Posttraumatische Belastungsstörung I - eine normale Reaktion auf ein abnormes Ereignis
Modul 5: Posttraumatische Belastungsstörung II - nicht hilflos ausgeliefert
Modul 6: Dissoziation - bleiben Sie im Hier und Jetzt
Modul 7: Vergessen - und Erinnerungshilfen
Modul 8: Schmerzen - und Entlastung
Modul 9: Depression - tauchen Sie wieder auf
Modul 10: Schlafstörungen - entspannen Sie sich
Modul 11: Angst - nur Mut
Modul 12: Aggressionen - gehen Sie es an
Modul 13: Lassen Sie sich helfen, helfen Sie sich selbst
Modul 14: Das Leben zurückerobern
Modul 15: Abschlussfest
Zusatzmodul: Trauer - lassen Sie sich Zeit
Zusatzmodul: Integration - wagen Sie Neues

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Das Modul "Trauer - lassen Sie sich Zeit" ist wie das Modul "Integration - wagen Sie Neues" ein Zusatzmodul, das bei Bedarf eingesetzt werden kann. Weil die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen besondere therapeutische Herausforderung beinhaltet, wird das Modul "Integration - wagen Sie Neues" zudem durch eine Einführung in die Rahmenbedingungen des interkulturellen Therapiesettings ergänzt.

Je nach geschlechtlicher Zusammensetzung der Gruppe sollten auch Therapeut und Co-Therapeut entsprechend gewählt werden.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel

Anmerkungen zu den Methoden

Grundstruktur der einzelnen Einheiten:

  • Begrüßung der Teilnehmer
  • Blitzlichtrunde
  • Überblick über den Inhalt der Stunde
  • Wiederholung der Kernaussage der letzten Sitzung durch einen Teilnehmer
  • Besprechung der Übung der letzten Woche
  • Erarbeitung des Themenblocks der Stunde
  • Offene Fragen
  • Kernaussage
  • Übung für die kommende Woche (Übungsblatt) und Informationsblätter
  • Evtl. Achtsamkeits- oder Entspannungsübung
  • Abschlussblitzlicht
  • Evtl. Lockerungsübung

Jedes Modul wird in einem Informationsblatt zusammengefasst, das den Patienten am Ende der Sitzung mitgegeben wird. Zudem erhalten Patienten ein Übungsblatt mit einer Übung für die kommende Woche, mit deren Hilfe die besprochenen und erlernten Themen im Alltag vertieft werden sollen. Diese Materialien sind im Manual enthalten und können in elektronischer Form auf den Seiten des Verlags heruntergeladen werden.

In einzelnen Modulen wird empfohlen, Achtsamkeits - oder Entspannungsübungen durchzuführen, um dadurch das Erlernte tiefer zu erfahren. Eine Anleitung zur Durchführung der Übungen ist im Anhang beschrieben.

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

beides

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

k.A.

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

gering

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Die vorgegebene Reihenfolge der Module ist als Vorschlag zu verstehen. Es obliegt dem Therapeuten, Module abhängig von der Symptomatik der Patienten bzw. der Zusammensetzung der Teilnehmer auszuwählen oder auch wegzulassen.

Es werden Hausaufgaben aufgegeben, welche in der folgenden Einheit besprochen werden.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

k.A.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Um die Dynamik einer Gruppe besser einschätzen zu können und um zu entscheiden, für wen eine psychoedukative Gruppe geeignet ist und welche Module behandelt werden sollten, ist es hilfreich, Vorgespräche mit Patienten zu führen. In einem Vorgespräch ist darauf zu achten, ob der Patient stabil genug ist, um an einer Gruppe teilzunehmen. Es sollte geklärt werden, ob dem Patienten eine psychotherapeutische oder psychiatrische Versorgung zur Verfügung steht, die er im Notfall aufsuchen kann.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

k.A.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

In jeder Stunde werden Übungen für die Zeit zwischen den Sitzungen besprochen. Auf die Umsetzung wird in der folgenden Stunde eingegangen.

Themen sind u. a.:

  • Die Identifikation von Triggerreizen
  • Erarbeiten von Hilfsstrategien, um Einfluss auf das ständige Wiedererleben zu nehmen, aus der Vermeidung herauszukommen und die erhöhte Anspannung zu reduzieren
  • Hilfsstrategien, um im Hier und Jetzt zu bleiben
  • Hilfsstrategien gegen das Vergessen von alltäglichen Dingen
  • Wege aus der Depression/depressiven Verstimmung
  • Hilfsstrategien für einen gesunden Schlaf
  • Erstellung eines Aktivitätsplans

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

k.A.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Die Psychoedukation kann als Baustein sowohl in der Einzeltherapie als auch im Gruppensetting mit traumatisierten Erwachsenen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, Anwendung finden. Auch bei Berufsgruppen mit erhöhtem Traumarisiko, wie Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr, ist das Manual gut anwendbar.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Das Manual richtet sich vorwiegend an therapeutisch arbeitende Berufsgruppen, wie Psychologen, Ärzte und Sozialarbeiter, aber auch an andere im Traumabereich tätige Fachkräfte, wie Krankenschwestern oder Pfleger.

Je nach geschlechtlicher Zusammensetzung der Gruppe sollten auch Therapeut und Co-Therapeut entsprechend gewählt werden.

Idealerweise sollte die Schulung von zwei Gruppenleitern, einem Therapeuten und einem Co-Therapeuten, durchgeführt werden.

Vorbildhaft für den Umgang der Patienten mit sich selbst und anderen sollte der Therapeut eine respektvolle und wertschätzende Grundhaltung haben.

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

Das Manual richtet sich v. a. an therapeutisch arbeitende Psychologen, Ärzte oder Sozialarbeiter, aber auch an andere, im Traumabereich Tätige (z. B. Krankenschwestern oder Pfleger)

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Im Manual sind alle benötigten Arbeitsmaterialen und -blätter enthalten. Diese Materialien sind im Anschluss an jedes Modul zu finden und stehen auf der Homepage des Verlags als PDFs zum Ausdrucken zur Verfügung.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k.A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Flip-Chart oder Tafel, Stifte, Schnellhefter, Klebeband, Kressesamen

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Eine Evaluation liegt uns nicht vor.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

k.A.

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

09.03.2011

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017