Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
„Aktiv in der Reha“: Eine Patientenschulung zur Förderung der Gesundheitskompetenz chronisch Kranker

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker, Dr. Dipl. Psych. Andrea C. Schöpf, Dipl. Psych. Michaela Nagl, Dipl. Psych. Antje Ullrich

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

„Aktiv in der Reha“ ist eine Basisschulung zur Förderung der Gesundheitskompetenz mit Fokus auf diejenigen Kompetenzbereiche, die für einen Erfolg rehabilitativer Maßnahmen besonders wichtig sind. Wichtige Inhalte der Schulung sind a) die Vermittlung von Wissen zum bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell, b) die Entwicklung von eigenen Zielen in der Rehabilitation sowie c) der Aufbau von Kommunikationskompetenzen der Patienten hinsichtlich der Gespräche mit Behandlern.

Die Patientenschulung „Aktiv in der Reha“ wurde für Patienten mit Rückenschmerzen und/oder Arthrose konzipiert und in dieser Gruppe evaluiert. Die Schulung besteht aus vier Modulen und ist für eine geschlossene Gruppe von maximal 12 Personen entwickelt. Die Leitung der Schulung sollte entweder von einem Diplom-Psychologen, Therapeuten oder Arzt durchgeführt werden.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Zu Bezugsmöglichkeiten: Siehe "Lizenz"

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker (Tel: 0761-270 74430);
E-Mail: erik.farin@uniklinik-freiburg.de

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

kostenfrei

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

Auf der Internetseite des Instituts für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin (AQMS) kann ein Anforderungsformular für das Manual und die Materialien bezogen werden. Der Versand des Manuals und der Materialien erfolgt digital (pdf-Format) und kostenfrei.

http://www.uniklinik-freiburg.de/aqms/projekte/versorgungsforschung/geko.html

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Juli 2014

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • indikationsübergreifend

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Das Thema der Schulung ist die Förderung der Gesundheitskompetenz.

Die Umsetzung und Evaluation erfolgte bisher im Bereich muskuloskelettaler Erkrankungen (Chronische Rückenschmerzen, Arthrose), das Programm ist jedoch für alle somatischen Indikationen der medizinischen Rehabilitation geeignet.

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

Mentale, physische oder sprachliche Probleme bzw. eine fehlende Grundmotivation zur Teilnahme an der Patientenschulung.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Das Programm ist insbesondere für Personen geeignet, die über eine geringe Gesundheitskompetenz verfügen.

Die Evaluation der Patientenschulung wurde an einer Gruppe von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und/ oder Arthrose durchgeführt. Die Autoren gehen aber davon aus, dass die Schulung einen generischen Charakter besitzt und mit leichten inhaltlichen Änderungen auch für andere chronische Erkrankungen geeignet ist.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

Max. 12 Teilnehmer

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

4 Module

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

60 Minuten (50 Min. Inhalt + 10 Min. „Pufferzeit“)

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

Die Schulung sollte in der 1. Woche des Reha-Aufenthalts der Patienten beginnen. Alle Module der Schulung sollten möglichst in den ersten 14 Tagen nach Reha-Beginn mit möglichst gleichmäßigem Abstand durchgeführt werden. Zwischen den Sitzungen sollten mindestens 1 bis 2 Tage liegen, da die Teilnehmer Aufgaben für die nächsten Module zur Bearbeitung erhalten.

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  1. Das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell als Leitmodell in der medizinischen Rehabilitation
  2. Zielorientierung in der Reha: Persönliche Ziele haben und aktiv verfolgen
  3. Der aktive Patient im Gespräch mit Behandlern: Kommunikative Fertigkeiten des Patienten
  4. Was können Sie aus der Schulung mitnehmen? Abschluss und Resümee

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Die Lernziele sind im Manual konkret definiert.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Kleingruppenarbeit
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

geschlossen

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

mittel

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Die Reihenfolge der Module ist aufgrund der aufeinander aufbauenden Inhalte festgelegt.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

-

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Patienten sollen im Vorfeld der Schulung in geeigneter Form über die Inhalte der Schulung informiert sowie zur Teilnahme motiviert werden. In Abhängigkeit der organisatorischen Abläufe in den einzelnen Kliniken können die Vorgespräche mit Patienten entweder als Einzel- oder Gruppengespräch durchgeführt werden.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

-

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Durchführung von Übungen (z.B. Rollenspiel) zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Patient und Behandler. Erstellung von Plänen zur Reha-Zielerreichung in der Reha und für die Zeit nach der Reha.

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

-

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Diplom-Psychologe, Therapeut oder Arzt

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

Die Schulungsleiter sollten über mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der medizinischen Rehabilitation und bezüglich der Durchführung von Patientenschulungen verfügen.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Da die vier Module inhaltlich aufeinander aufbauen, ist es ratsam alle Module von ein und demselben Schulungsleiter durchführen zu lassen.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Vorlagen für Folien (PowerPoint-Folien), Poster zum bio-psycho-sozialen-Krankheitsmodell und das Rollenspielskript sind im Anhang des Manuals enthalten. Neben dem Manual wurde ein Patienten-Informationsheft erstellt, das kostenfrei von den Autoren bezogen werden kann.

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Beamer, Flipchart, Stifte, Pinnwandnadeln, leere Karteikärtchen

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Summative Evaluationsergebnisse stehen noch aus. Ergebnisse sind ab Herbst 2014 zu erwarten.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Ullrich A, Schöpf AC, Nagl M, Farin E (in press). „Aktiv in der Reha“: Entwicklung und formative Evaluation einer Patientenschulung zur Förderung der Gesundheitskompetenz von chronisch Kranken. Die Rehabilitation.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Beteiligte der Evaluation:

  • Asklepios Klinik, 94571 Schaufling
  • Breisgau-Klinik, 79189 Bad Krozingen
  • Hedon Klinik, 49811 Lingen
  • MediClin Klinik am Brunnenberg, 08645 Bad Elster
  • Salze Klinik, Bad Salzdetfurth, 31162 Bad Salzdetfurth
  • MEDIAN Klinik Bad Sülze, 18334 Bad Sülze
  • Orthopädische Klinik "Kurköln", 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Paracelsus Klinik an der Gande, 37581 Bad Gandersheim
  • Rehaklinikum Bad Säckingen GmbH, 79713 Bad Säckingen

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

  1. Juli 2014

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017