Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Gesundheitstraining der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehem. BfA) - Asthma bronchiale

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

W. Scherer, H. Spiecker, K. Heft-Wippermann, S. Westphal, H. Gaffron,
Rehabilitationsklinik Utersum, Utersum/Föhr

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Zielgruppe des Programms sind erwachsene Patienten mit Asthma bronchiale. Das Programm eignet sich sowohl für die Durchführung im ambulanten als auch im stationären Rahmen. Inhaltlich werden zwei Teile unterschieden: Teil I vermittelt v.a. medizinische Informationen, während sich Teil II (auch übend) mit Atemtechniken, Verhalten im Notfall usw. auseinandersetzt. Inhaltliche Schwerpunkte des Programms sind: Vermittlung von Grundlagenwissen über Asthma bronchiale, Durchführung und Interpretation von Peak-flow-Messungen, Aufklärung über Wirkung und Nebenwirkung der wichtigsten Medikamente, Einübung von Atemtechniken, Vorbereitung auf den Notfall sowie Reflexionen zum Leben mit Asthma. Insgesamt umfasst das Programm (8-)9 Einheiten (unterschiedlicher Dauer), wobei für die medizinisch informativen Module (Teil I) 5-6 Einheiten vorgesehen sind. Teil I kann einem größeren Teilnehmerkreis geöffnet werden (Konzeption für Gruppen von max. 15 Personen), während für Teil II eine kleinere und nach Möglichkeit auch geschlossene Gruppe angeraten wird. Im Schulungsteam sollten ein Arzt, ein Psychologe, ggf. ein Psychologisch-technischer Assistent sowie ein in Atemtherapie ausgebildeter Therapeut vertreten sein.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Homepage Deutsche Rentenversicherung Online Version 2010

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

online verfügbar (Stand Juli 2011)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

überarbeitete Version 2010

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Ansprechpartner:
Dr. Ulrike Worringen (Tel: 030 865-82087; E-Mail: Dr.Ulrike.Worringen (AT) drv-bund.de )

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Dermatologie/Allergologie/Pneumologie

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Asthma bronchiale

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

Patienten, die noch rauchen.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Eine Teilnahme wird empfohlen für Patienten, die gruppenfähig sind, freiwillig am Programm teilnehmen und mit einiger Wahrscheinlichkeit von dieser Art des Gruppentrainings profitieren.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

Maximal 15 Teilnehmer (Teil I: größerer Teilnehmerkreis möglich; Teil II: kleinere Gruppen)

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

Teil I (med.-informativ): (5-)6 Einheiten Teil II: 3 Einheiten

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

Zwischen 60 und 120 Minuten, Modul "Atemtechnick" (in Teil II) 180 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

k. A.

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  1. Asthma, Grundlagenwissen
  2. Asthma, Auslöser und Verlauf
  3. Selbstmanagement: Medikamenteninhalation und Peak-Flow-Messungen
    3a: Inhalationshilfen und Inhalationstechnik
    3b: Interpretation Peak-flow-Protokolls; Hilfemaßnahmen bei auffälligen Werten
  4. Medikamentöse Therapie
  5. Atemtechniken bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
  6. Auf den Notfall vorbereitet sein
  7. Mit Asthma leben

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Für jedes Thema werden Lernziele formuliert.

Modul 3 besteht aus zwei Teilen zu je 90 Minuten.

Modul 4 ist auf 120 Minuten ausgelegt und sollte nach Möglichkeit in 2 Einheiten je 60 Minuten (mit einer Woche Abstand) aufgeteilt werden.

Für die Module 2 und 3 sind jeweils 90 Minuten vorgesehen, allerdings wird aufgrund des möglichen Diskussionsbedarfs eine flexible Zeitgestaltung bis zu 120 Minuten empfohlen.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

modulabhängig

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

hoch

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

mittel

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Für Teil II wird die Durchführung in geschlossenen Gruppen empfohlen.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

k.A.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

k.A.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

k.A.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Einüben der richtigen Inhalationstechnik, Durchführung der Peak-flow-Messung, Einübung von Atemtechniken, Erstellen eines Notfallplans; Rollenspiele zum Verhalten und zur Kommunikation im nahen Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit etc.

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

Kontaktadressen von Selbsthilfevereinigungen und Astmasportgruppen sollen genannt werden.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Teil I: Arzt, Psychologe, ggf. Psychologisch-technischer Assistent

Teil II: Ein in Atemtherapie ausgebildeter Therapeut, Arzt, Psychologe

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

k.A.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

k.A.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Beispielhafte Folienvorlagen, Fragebögen zu Wissenseinheiten

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k.A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Tageslichtprojektor, Informationsmaterial für Patienten, Pinwände, Flipchart, Inhaliergeräte, Vorschaltkammern, Inhalationsmonitor, Peak-Flow-Meter, Peak-flow-Protokolle (u. a. auch beispielhaft ausgefüllt zur Präsentation), Hocker, Matten, Pezzibälle, Kassettenrekorder, Musik, ggf. plastisches Modell der Bronchien, empfohlen werden auch Handouts und Zusammenfassungen für die einzelnen Sitzungen, geeignete Bücher, Broschüren und Zeitschriften

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Quelle

Kleinhans, M. (1995). Asthmaschulung in der stationären Rehabilitation: "Antiobstruktives Training". Praxis der KLinischen Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 30, 156-166.

Beteiligte

Rehabilitationsklinik der BfA Utersum

Zeitpunkt

1991/1992

Kontext

interne Evaluation der Interventionseffekte

Evaluationsart

summative, interne Evaluationen

Design

A) Follow-up Studie ohne Kontrollgruppe; Fragestellung: Bewertung des Trainings durch Patienten

B) Prä-Post-Untersuchung mit Kontrollgruppe; Fragestellung: Wirksamkeit des Trainings

Stichprobe

A) Fragebogenbefragung von 435 Patienten ein Jahr nach Beendigung der Asthma bronchiale Rehabilitationsmaßnahme, Rücklauf N=277 (64%); Alter m=45,8 Jahre - sd=11,6 Jahre; Erkrankungsdauer m=16,2 Jahre - sd=13,0 Jahre; 44% Männer

B) Zweimalige Fragebogenbefragung von N=198 Patienten der stationären Asthma bronchiale Rehabilitationsmaßnahme; davon haben 120 Patienten das Antiobstruktive Training durchlaufen (Experimentalgruppe) und 78 nicht (Kontrollgruppe);

EG: Alter m=44,0 Jahre - sd=11,8 Jahre; Erkrankungsdauer m=16,8 Jahre - sd=14,7 Jahre; 42% Männer.

KG: Alter m=46,0 Jahre - sd=10,6; Erkrankungsdauer m=15,6 Jahre - sd=14,4 Jahre; 44% Männer.

Kontrollgruppe

Antiobstrukives Training: 6 Kleingruppensitzungen (5-10 Personen), jeweils 250 min. Dauer, im Zeitraum von zwei Wochen.
Ziele: Selbstmanagement von Symptomen und Medikation des Asthma
Methode: Informationsvermittlung, Austausch der Teilnehmer
Inhalte: 1) Ursachen und Auslöser der Erkrankung; 2) Umgang mit Peakflow-Meter, Selbstbeobachtung; 3) Medikamente, Wikungen, Nebenwirkungen, Risiken; 4) Atemtechniken; 5) Auswertung der Selbstbeobachtung; 6) Umgang mit der Krankheit und Vermittlung eines adäquaten Krankheitsmodells.

B) Experimentalgruppe: s.o.

Kontrollgruppe: kein Training

Gruppenzuweisung

A) Entfällt

B) Keine randomisierte Gruppenzuweisung; KG besteht aus Patienten, die aus organisiatoraischen oder medizinischen Gründen nicht am Training teilnehmen konnten.

Gruppengröße

s.o.

Katamnese

A) Follow-up ein Jahr nach Behandlungsende

B) Prä/post, keine Katamnese

Erhebungsinstrumente

A) Eigens konstruierter Fragebogen (21 Items): Akzeptanz, Einfluss des Antiobstruktiven Trainings (AOT) auf Angst vor Krankheit, Einstellungsveränderung durch AOT, Verhaltensveränderung durch AOT

B) Fragebogen für Asthmapatienten (68 Items) zur Erfassung der subjektiven Lebensqualität von Asthmatikern (körperlich, psychisch, allgemeines Wohlbefinden, Aktivität, Emotionalität, Vermeidungsverhalten)

Schulungsleiter

Interdisziplinäre Gruppenleitung durch einen Arzt und einen Psychologen.

Primäre Zielgrößen

A) Akzeptanz: Die Mehrheit der Patienten empfand das AOT als weitgehend oder vollkommen hilfreich (84,8%)

Angst vor Asthma: Inkonsistente Beantwortung; bei 83% hat das AOT die Angst nicht erhöht

Einstellung: Große Veränderungen werden angegeben

Verhalten: Angaben zu Veränderungen des Verhaltens fallen geringer aus

B) In beiden Untersuchungsgruppen stieg die Lebensqualität über den Rehabilitationszeitraum bedeutsam an. In EG finden sich Verbesserungen auf allen Skalen des FB; die KG berichtet von Verbesserungen lediglich auf den Items zum körperlichen Symptomatik und der Emotionalität)

Sonstige Ergebnisse

B) Die Gruppen unterschieden sich in ihrer Lebensqualität schon in der Ausgangsmessung. Die EG berichtet bedeutsam stärkere Beeinträchtigungen

Diskussion

Fasst man beide Untersuchungen inhaltlich zusammen so lässt sich feststellen: Das AOT stößt auf breite Akzeptanz unter den Patienten. Durch das AOT lassen sich nachweisbare Effekte auf die Lebensqualität der Betroffenen herbeiführen.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

k.A.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

k.A.

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

k.A.

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

12.07.2011

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017