Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Schmerz- und Krankheitsbewältigung bei rheumatischen Erkrankungen. Psychologische Hilfen im Einzel- und Gruppentraining

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Georg Jungnitsch,
Rheumaklinik Oberammergau

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Das Konzept "Schmerz- und Krankheitsbewältigung bei rheumatischen Erkrankungen" richtet sich auf die verhaltensmedizinische Behandlung v.a. der chronischen Polyarthritis. Die Grundstruktur einer solchen Behandlung wird in zwei stationären Basisprogrammen vorgestellt, wovon eines explizit einen direkten psychologischen Einfluss auf den Krankheitsprozess einbezieht. Inhaltliche Schwerpunkte dieses Basiskonzepts sind: Schmerz und Krankheitsverständnis, Kognitionstechniken, Genußtraining, soziale Kompetenz und das Thema Verlust und Trauer. Weitere Schwerpunkte stellt der Autor in den Variationen der Basiskonzepte vor (z.B. zur ambulanten oder individuellen Durchführung). Das Trainingsprogramm wird in 6 Sitzungen von einem Psychologen / Psychotherapeuten durchgeführt.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

Jungnitsch, G. (1992) Schmerz- und Krankheitsbewältigung bei rheumatischen Erkrankungen: Psychologische Hilfen im Einzel- und Gruppentraining. München: Quintessenz-Verlags-GmbH

herausgegeben von: Franz Petermann, Martin Hautzinger und Heinz Rüdel

ISBN-10: 392803667X
ISBN-13: 978-3928036672

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

ca. 54,80 Euro (Stand Jan.07)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

  1. Auflage (1992)

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Rheumatologie

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

chronische Polyarthritis

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

  • Patienten mit "frischen" Diagnosen (Diagnosestellung bis zu einem halben Jahr danach)
  • "multimorbide" Patienten
  • Patienten in bestimmten Abschnitten des Bewältigungsprozess (Schock, Verleugnung)

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

In Abhängigkeit von den Phasen des individuellen Bewältigungsprozesses ist das Programm zum einen besonders für Teilnehmer geeignet, die sich aggressiv mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Zum anderen eignet es sich gut für Patienten, die den Höhepunkt krisenhafter Konfrontation überschritten haben.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

für ambulantes und stationäres Setting umsetzbar

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

k.A.

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

6 Sitzungen + 1 Vorgespräch

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

max. 60 - 90 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

Durchführung in ca. 2 Wochen mit max. 3 Sitzungen pro Woche

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  • Schmerz und Krankheitsverständnis
  • Kognitionstechniken / Schmerzobjektivierung
  • Genußtraining
  • Soziale Kompetenz
  • Verlust und Trauer

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Basiskonzept 1 ist ausgerichtet auf das Umgehen mit der Erkrankung, gestützt auf kognitive Vorgehensweisen. Basiskonzept 2 führt dagegen explizit den Aspekt des direkten psychologischen Einfluss auf den Krankheitsprozess ein.

Lernziele werden definiert und eine Aufteilung der Themen auf die Unterrichtseinheiten wird konkret vorgeschlagen.

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

In den Hausaufgaben sollen u.a. die in den Sitzungen vorgestellten Übungen eigenständig durchgeführt und vertieft werden. Sie dient der Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Eigenaktivität der Teilnehmer. Die Besprechung der Hausaufgabe dient zur Einführung der folgenden Sitzung.

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

geschlossen

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

gering

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

mittel

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Die Module des Basisprogramms werden als Bausteine verstanden. Eine Adaption an besondere Bedingungen ist vorgesehen und erwünscht. Ergänzend zum vorgegebenen Ablauf der Basisprogramme werden vom Autor selbst einige Variations- und Ausbaumöglichkeiten dargestellt:

  • Erweiterung zu einer Trainingsgruppe zur Visualisierungstechnik
  • die ambulante Ausgestaltung des Trainings
  • ein individualisiertes Krankheitsbewältigungstraining.

Durch die genannten Abänderungen werden sowohl inhaltliche Schwerpunkte verschoben, als auch andere Zielgruppen formuliert.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

k.A.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Vorgespräch

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

k.A.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Die Hausaufgaben haben das direkte Ziel, die Unterrichtsinhalte im Alltag der Teilnehmer zu implementieren. Die Übungen umfassen: Veränderung der Schmerzwahrnehmung durch Aufmerksamkeitslenkung, Attributionsverschiebung und gezieltes Einübung förderlicher Kognitionen, Entspannungsmethoden, Visualisierungsübung zur Schmerzbekämpfung

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

k.A.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

k.A.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Psychologe / Psychotherapeut

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

k.A.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

k.A.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

Die für die Durchführung benötigten Materialien sind im Manual enthalten.

  • didaktisches Material für den Gruppenleiter: Folien, Bildvorlagen, Anleitungstexte zu den Übungen
  • Arbeitsmaterial für Patienten: Arbeitsblätter
  • Begleitmaterial für Patienten: Kopien der Modellgrafiken

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k.A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

k.A

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Quelle

Jungnitsch, G. & Langhof, S. (1991). Ein Krankheitsbewältigungstraining für Patienten mit chronischer Polyarthritis: Trends und erste Ergebnisse. Zeitschrift für klinische Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie, 39 (3), 283-299.

Beteiligte

k.A.

Kontext

Pilotstudie (zur ersten quantitativen Überprüfung des Therapieprogramms)

Evaluationsart

summative Evaluation

Design

Kontrollgruppendesign

Stichprobe

Patienten, die seit mind. 6 Monaten an einer chronischen Polyarthritis erkrankt waren.

Kontrollgruppe

Gruppenprogramm vs. übliche Behandlungsmaßnahme

Gruppengröße

10 Personen (je 5 in Untersuchungs- und Kontrollgruppe)

Katamnese

Unmittelbar vor und nach dem Gruppenprogramm und 12 Wochen nach Beendigung der Therapie

Erhebungsinstrumente

  1. Depressivität (BDI, Beck et al.)
  2. Aktuelles Befinden (Eigenschaftswörterliste EWL, Janke)
  3. Kontollüberzeugungen (IPC, Krampen)
  4. Positive und negative Selbstkommunikation (Inventar zur Selbstkommunikation, Tönnies)
  5. Schmerzintensität (Ratingskala)
  6. Bewältigungsstrategien (Situativer Stressverarbeitungsbogen, Janke)
  7. Subjektiv wahrgenommene Veränderung im Erleben und Verhalten im Rückblick auf vorgegebene Zeitpunkte (Veränderungsfragebogen, Zielke und Kopf-Mehnert)

Schulungsleiter

k.A.

Primäre Zielgrößen

Ergebnisse zeigen sich in den Bereichen positive Befindlichkeit, Selbstkonzept und Stressverarbeitung

Diskussion

Aufgrund der geringen Stichprobengröße können lediglich Tendenzen berichtet werden, die es jedoch nahe legen, das Konzept an einem größeren Patientenkollektiv zu überprüfen.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

k.A.

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

k.A.

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Ein eigener Abschnitt des Manuals befasst sich mit der Gestaltung eines Krankheitsbewältigungstrainings im Rahmen einer Psychotherapie bei chronisch Kranken. Das Manual enthält Materialien (Fragebogen, Vorlage zu einem Schmerztagebuch), die für eine Qualitätssicherung beziehungsweise Evaluation benutzt werden können.

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

25.01.2007

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

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© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017