Schulungsbeschreibung

Diese Seite enthält eine Beschreibung des Schulungsprogramms (zurück zur Schulungsübersicht):
Asthma bronchiale - Das Verhaltenstrainingsprogramm der Fachklinik Allgäu - auf Basis des Bad Reichenhaller Modells (mit Essentialtrainingsmodulen Peak-Flow-Kurs und Spray-Schule)

Allgemeine Angaben

Zusammenfassung

Autoren Autoren bzw. Herausgeber des Programms

Verantwortlich in der Einrichtung: Dr. K. Schultz
Chefarzt der Fachklinik Allgäu

Programm auf Basis des Bad Reichenhaller Modells (Petro et al), entsprechend den Standards der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) und der Deutschen Atemwegsliga sowie der Übersicht "Individualisiertes, modular strukturiertes Verhaltenstraining bei obstruktiven Atemwegserkrankungen" (K. Schultz, M. Schwiersch, W. Petro, S. Mühlig, F. Petermann, 2000); entsprechende Artikel sind auf der CD-Rom enthalten.

Kurzbeschreibung Die zentralen Informationen zur Schulung auf einen Blick.

Zielgruppe des stationären und in dieser Form nicht publizierten Programms "Asthma bronchiale" sind erwachsene Patienten. Wichtige Inhalte des Programms sind: Vermittlung von Grundlagenwissen über die Funktionsweise der Atmung als auch über das Krankheitsbild Asthma bronchiale , Informationen zur medikamentösen Therapie, Atem- und Hustentechniken, Selbstkontrolle mittels Peak-Flow-Meter sowie das Verhalten bei einem schweren Asthma-Anfall. Das Programm ist auf 10 Unterrichtseinheiten konzipiert und wird für eine Gruppe von 8 bis 12 Teilnehmern Teilnehmern empfohlen. Zum Schulungsteam sollten Ärzte, Sozialpädagogen und Psychologen gehören. Die Besonderheit dieses Programms besteht in der Notwendigkeit einer differenzierten Ausarbeitung durch die Trainer v.a. hinsichtlich des didaktischen Vorgehens. Des Weiteren kann das Programm durch zusätzliche Bausteine ergänzt und auf individuelle Patientenprofile zugeschnitten werden. Ein Fortbildungsangebot für die Trainer wird als Voraussetzung defininiert und angeboten. Evaluationsstudien zum zugrundeliegenden Konzept liegen vor.

Das Programm und die Unterlagen können incl. Hintergrundinformationen aus den Dokumenten auf der CD-Rom zusammengestellt werden.

Schlagwort Die Keywords, unter denen die Schulung eingeordnet ist.

Asthma Bronchiale, Stationäre Schulung

Bezugsquellen und -bestimmungen

Bezug Veröffentlichungsangaben zum Programm (bei nicht veröffentlichten Programmen: Ansprechpartner für den Bezug)

CD-ROM wird zur Verfügung gestellt von:

Dr. med. Konrad Schultz
Chefarzt der Fachklinik Allgäu
Peter-Heel-Straße 29
87459 Pfronten

E-Mail: kschultz@ahg.de

Kosten Kosten des Manuals (bei publizierten Manualen)

wird kostenlos zur Verfügung gestellt (persönliche Mitteilung März 2007)

Lizenz Lizenzierungsbestimmungen, die bei der Übernahme eines Programms zu beachten sind. Steht hier "publiziert", ist das Manual veröffentlicht und kann über den Buchhandel bezogen werden.

nicht publiziert

Stand Jahr bzw. Auflage, auf die sich die Informationen dieses Steckbriefs beziehen

Version: März 2006

Anmerkungen Anmerkungen zum allgemeinen Teil

Das hier vorgestellte Programm ist in ein umfassendes modular strukturiertes Patientenverhaltenstraining eingebettet, das individuell für die jeweilige Patientengruppe zusammengestellt werden soll. Der Intensivtrainingskurs "Chronische Bronchitis und Emphysem" kann dabei durch Essentialtrainingsmodule (Wiederholung und Vertiefung; Separatangebot der essentiellen Minimalschulung), Spezialtrainingsmodule und psychologische Module ergänzt werden. Abhängig vom Schulungsbedarf, der Motivation, der Mitarbeitsfähigkeit, der kognitiven Fähigkeiten und der zeitlichen Verfügbarkeit der Patienten wird auch eine ausschließliche Durchführung der Zusatzmodule als sinnvoll und möglich erachtet.

Eine entsprechende Übersicht und ein Artikel zum Gesamtkonzept und den einzelnen Bausteinen ist auf der CD-Rom enthalten.

Inhalte

Zielgruppe der Schulung

Fachgebiet/Indikation Die Indikation(en), für die das Programm entwickelt wurde (und für welche es darüber hinaus geeignet ist)

  • Dermatologie/Allergologie/Pneumologie

Erkrankung/Thema Eingrenzung des Themas des Programms: Zum Beispiel die Krankheit, für die mit dem Programm geschult wird oder das Thema, das behandelt wird.

Asthma bronchiale

Zielgruppe der Schulung Gibt an, für welche Zielgruppe das Programm entwickelt wurde.

  • Erwachsene

Ausschlusskriterien Kriterien, nach denen das Programm für bestimmte Personen nicht geeignet ist (z. B. Komorbidität, Alter, Sprache, Geschlecht).

k.A.

Besondere Zielgruppenkriterien Personengruppen, für die das Programm besonders geeignet ist.

Patienten mit ähnlichen Schulungsvoraussetzungen.

Durchführung und Themen

Setting Kann das Programm ambulant und/oder stationär eingesetzt werden?

stationär

Teilnehmerzahl Im Manual festgelegte Unter- und Obergrenze

8-12 Teilnehmer

Anzahl der Einheiten Anzahl der Einheiten (Stunden, Treffen, Sitzungen), die das Manual vorsieht.

10 Einheiten

Dauer einer Einheit Verschiedene Längenangaben mit vorangestellten Zahlen bedeuten, dass die Einheiten unterschiedlich lang sind.

60 Minuten

Frequenz der Einheiten Der Zeitraum, in dem eine komplette Schulung idealerweise stattfinden soll bzw. die Zeit, die mindestens zwischen den Einheiten liegen sollte.

2 Einheiten pro Tag (durchgeführt an 5 aufeinanderfolgenden Tagen / Mo - Fr)

Ziele der Schulung Welche Ziele werden mit dem Programm verfolgt? Anmerkungen hierzu:
Training von Fertigkeiten: bezieht sich auf das konkrete Einüben von Fertigkeiten, die in engem Zusammenhang mit Erfordernissen der Krankheit stehen.
Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil: Das Ziel ist im Manual eindeutig thematisiert (z. B. über ein explizites Lernziel) und nimmt im Unterrichtsplan einen gewissen Umfang ein.
Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität: Umfasst emotionale Aspekt der Krankheitsbewältigung (auf den Begriff der Krankheitsbewältigung wird verzichtet, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird). Der Punkt umfasst auch Aspekte der Stressbewältigung, wenn es um die Bewältigung von Stress geht, der durch die Krankheit hervorgerufen wurde
Training der sozialen Kompetenz: Auch hier steht die Einübung krankheitsspezifischer Kompetenzen im Vordergrund

  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität

Themen der Schulung Eine kurzes Inhaltsverzeichnis, das eine Übersicht darüber gibt, welche Themen behandelt werden.

  1. Wie funktioniert die Atmung?
  2. Asthma: Was ist das eigentlich genau?
  3. Wie sieht die optimale Behandlung aus?
    3.1. Medikamente
    3.2. Verhalten
    3.3. Körperliches Training und richtige Atemtechnik
  4. Selbstmanagement bei Asthma - Was ist das? - Wie geht das?
  5. Was tun beim Asthmaanfall?
  6. Psychologische Aspekte meiner Erkrankung
  7. Abschlussrunde: Meine Diagnose - Meine Therapie

Anmerkungen/Sonstiges Anmerkungen zu den Themen und Inhalten.

Ergänzende Programmbausteine:

  1. Essentialtrainingsmodule
    • Modul Spray-Schule: Inhalative Medikamente bei Asthma und Bronchitis
    • Modul Krankheitsselbstkontrolle mittels Peak-Flow-Meter

Weiterhin auf der CD-ROM:

  1. Spezialtrainingsmodule
    • Allergikertrainingsprogramm:
    • Grundlagenmodul
    • Modul für Hausstaubmilbenallergiker
    • Modul für Pollenallergiker
    • Modul für Tier- und Schimmelpilzallergiker
    • Modul: Therapie mit elektrischen Inhalierapparaten
    • Modul: Sauerstoff-Langzeittherapie
    • Modul: Schlafapnoe
  2. Psychologische Module
    • Modul: Interozeptionstraining
    • Modul: Selbstsicherheitstraining
    • Modul: Selbstmanagement
    • Modul: Nichtraucher werden

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden

Methodenliste Die Unterrichtsmethoden, die das Manual vorsieht, um die Lernziele umzusetzen.

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit

Anmerkungen zu den Methoden

Eine noch durch den Trainer zu entwickelnde Lernzielkontrolle sollte ebenfalls ein Schulungsbestandteil sein, teilweise sind Wissenstests vorhanden. Bei bestehenden Unsicherheiten von Seiten der Patienten bietet sich die Durchführung von Intensivmodulen, Individualunterricht, bzw. eine individuelle Nachschulung an.

In den Didaktischen Anmerkungen wird betont, dass alles von jedem geübt werden muss. Ein routinemäßiger Einsatz weiterer Medien (Dias, Viedos) sowie Materialien und Demomodellen wird empfohlen.

Strukturierungsgrad des Konzepts

Gruppenstruktur Gibt an, ob das gesamte Programm oder Teile nur in geschlossenen oder offenen Gruppen durchgeführt werden sollte.

k.A.

Strukturierungsgrad-Methoden Gibt an wie detailiert den einzelnen Lernzielen konkrete Methoden bzw. Übungsanleitungen zugeordnet sind. .

mittel

Strukturierungsgrad-Zeit Ein hoher zeitlicher Strukturierungsgrad bedeutet, dass im Manual detailierte Zeitvorgaben für die einzelnen Elemente einer Lehreinheit gemacht werden.

mittel

Strukturierungsgrad-Ablauf Ist der Ablauf der Schulungselemente festgelegt oder können bspw. einzelne Module ausgetauscht oder herausgenommen werden?

hoch

Anmerkungen Anmerkungen zum Strukturierungsgrad des Konzepts

Im Manual findet sich keine explizite Angabe zur Gruppenstruktur. Aufgrund des Schulungsaufbaus ist von der Durchführung in einer grundsätzlich geschlossenen Gruppe auszugehen.

In den Didaktischen Anmerkungen wird betont, dass jeder Schuler die Folien zu benutzen und sich an Inhalte und Reihenfolge zu halten hat.

Einbindung externer Ressourcen

Nachsorgemaßnahmen Sind im Manual Maßnahmen für die Zeit nach der Schulung vorgesehen?

Eine - auch ambulante - Nachschulung wird möglichst alle 2-3 Jahre empfohlen.

Vorbereitungsmaßnahmen Sind explizite, vorbereitende Maßnahmen vor Beginn der Schulung vorgesehen?

Die Durchführung des Programms erfordert eine weitere didaktische Ausarbeitung durch die Trainer.

Einbezug von Angehörigen Werden Angehörige einbezogen? Dürfen sie beispielsweise am Unterricht teilnehmen oder werden sie in Übungen eingebunden?

k.A.

Methoden zum Alltagstransfer Das Manual enthält Methoden, die sich explizit mit der konkreten Umsetzung von Lerninhalten in den Alltag der Teilnehmer auseinander setzen.

Messung mit dem Peak-Flow-Meter, Notfallplan, Atemtechniken, Hustenschulung. Alles soll von jedem geübt werden, bei Unsicherheiten sollen Zusatztrainings durchgeführt werden.

Einbezug von Selbsthilfeorganisationen Werden Adressen von Selbsthilfeorganisationen genannt? Wird Kontakt mit Organisationen aufgenommen? Wird ein Vertreter als Gast eingeladen oder eine Selbsthilfeorganisation besucht?

Einige Internetadressen über Informationsmöglichkeiten für Asthmatiker und von Selbsthilfegruppen werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit genannt.

Sonstiges Anmerkungen zur Einbindung der Schulung.

Die Einbindung in den stationären Kontext ermöglicht ein unmittelbares und flexibles Training (unter Anleitung) sowie und direkte Lernzielkontrolle. Der Intensivkurs wird durch die weiteren stationären Angebote ergänzt.

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozenten

Personal Das Personal (Berufsgruppen), die für die Durchführung der Schulung benötigt werden.

Arzt, Sozialpädagoge, Psychologe

Eine konkrete Aufteilung der einzelnen Unterrichtseinheiten auf einzelne Berufsgruppen ist in den Unterlagen nicht enthalten.

Qualifikation des Personals Zur Qualifizierung der Schulungsleiter ist eine Fortbildung (z. B. in Form eines Train-The-Trainer-Seminars) empfohlen oder voraussgesetzt.

Entsprechende Weiterbildung durch TTT-Seminare.

Besonderheiten Gibt es bezüglich des Personals Besonderheiten zu beachten?

Die Durchführung des Programms erfolgt interdisziplinär.
Eine Indikationsstellung erfolgt durch die Stationsärzte.

Ausstattung und Materialien

Materialien der Schulung In der Schulung enthaltene Materialien.

CD-ROM enthält: umfassendes Petienten-Begleitheft zum Verhaltenstrainingskurs, Folienvorlagen, PDF-Artikel mit Übersicht über das Gesamtcurriculum sowie allgemeinen Informationen; Ebenso Unterlagen/Präsentationen und Begleithefte zu den Essentialtrainingsmodulen (Spray-Schule, Peak-Flow) sowie den Spezialtrainingsmodulen (Grundlagenmodul Allergiker, Hausstaubmilbenallergiker, Pollenallergiker, Tier- und Schimmelpilzallergiker sowie Sauerstoff-Langzeittherapie)

Räumliche Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Räumlichkeiten oder Einrichtungsaspekte notwendig?

k.A.

Besondere materielle Voraussetzungen Sind zur Durchführung besondere Gerätschaften oder Gegenstände notwendig?

Peak-Flow-Meter, Peak-Flow-Tagebuch; Routinemäßiger Einsatz weiterer Medien: Dias, Videos, Materialen und Demomodelle zum Anfassen

Evaluation und Publikationen

Evaluation Beschreibung der Evaluationsstudie zum Programm (falls vorhanden).

Eine Evaluation liegt uns nicht vor.

Sonstige Publikationen Übersichtsartikel, Poster, Pressemitteilungen etc.

Evaluationen des zu Grundeliegenden Konzepts seit 1995 (teils Asthma & COPD noch nicht getrennt).

Fortbildung (Trainer (TTT)-Seminare)

TTT-Angebot zum Programm Existiert ein externes Fortbildungs (Train-The-Trainer)-Angebot zum Schulungsprogramm?

k.A.

Verweis auf TTT-Angebot Wer führt die TTT-Maßnahme durch? Wo ist zusätzliche Information zu finden?

Sonstiges

Anmerkungen gesamt Anmerkungen zum gesamten Schulungsprogramm

Die Informationen beruhen auf den Schulungsmaterialien sowie dem Übersichtsartikel "Individualisiertes, modular strukturiertes Patientenverhaltenstraining in der stationären Rehabilitation", welcher ebenfalls auf der CD-ROM verfügbar ist.

Stand der Information Wann wurde dieser Steckbrief erstellt?

09.05.2007

Bitte beachten Sie:
Die Daten und Beschreibungen zu den Schulungsprogrammen wurden von uns intensiv geprüft. Wir können dennoch keine Garantie für die vollständige Richtigkeit und Aktualität der hier dargestellten Information geben. Sollten Sie einen Fehler oder eine Unschlüssigkeit finden, freuen wir uns über konstruktive Rückmeldungen an kontakt (AT) zentrum-patientenschulung.de.

zurück zum Suchformular

© Zentrum Patientenschulung - Letztes Änderungsdatum dieser Seite: 06.03.2017